Wir sind aktiv in der Forschung

Forschung, die Wirkung zeigt

Neben der spezialisierten medizinischen Versorgung engagieren wir uns auch in wissenschaftlichen Projekten zu zentralen Themen der Pädiatrie. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse tragen zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen sowie zur Betreuung ihrer Familien bei. Unser Forschungsportfolio umfasst Laborforschung, datenbasierte Forschung sowie klinische patientenorientierte Forschung und schafft damit eine breite Basis für innovative pädiatrische Forschung.

Auch im Jahr 2025 war die Kinderklinik am Inselspital erneut besonders forschungsaktiv und setzte den positiven Trend der vergangenen Jahre konsequent fort. Dies zeigt sich in einer Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen der Kinderheilkunde und Kinderchirurgie sowie in erfolgreich eingeworbenen Drittmitteln für neue Projekte. Hervorzuheben ist die hohe Zahl geförderter und neu gestarteter Projekte des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Jahr 2025, die die Kinderklinik als wichtigen Standort der pädiatrischen Forschung weiter stärken. Unsere Leistungen wurden zudem erneut mit renommierten Preisen ausgezeichnet.

Geförderte und neu gestartete Projekte des Schweizerischen Nationalfonds (SNF):

Unsere Erfolge

Aleksandrowicz Award 2025

Beim Kongress am 22. und 23. Mai 2025 wurde der Aleksandrowicz Award bereits zum vierten Mal vergeben. Gestiftet wurde die Auszeichnung von einem ehemaligen Patienten von Guido Fanconi.

Der Preis richtet sich an Nachwuchs-Kinderärztinnen und -ärzte, die sich in der Schlussphase ihrer Weiterbildung befinden oder ihren Facharzttitel kürzlich erworben haben. Gefördert werden entweder innovative Forschungsprojekte im Bereich der Pädiatrie oder gezielte Weiterbildungen, etwa im Rahmen einer Masterclass.

Die diesjährige Auszeichnung ging an Dr. med. Ruth Steinberg, MD PhD, vom Universitäts-Kinderspital Bern. Gewürdigt wurde ihr Forschungsprojekt im Bereich der translationalen Medizin, das die Wechselwirkungen zwischen Mikroorganismen, Immunsystem und Atemwegsgesundheit untersucht: «translational research at the intersection of host-microbe interactions, immunity, and respiratory health».

Ewald-Weibel-Preis

PD Dr. Loretta Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kinderklinik und Forschungsgruppenleiterin am Department of Biomedical Research (DBMR) der Universität Bern, sowie PD Dr. Myrofora Goutaki, Projektleiterin am Institute of Social and Preventive Medicine (ISPM) der Universität Bern und externe Forscherin an der Kinderklinik, erhielten den Ewald-Weibel-Preis für Lungenforschung 2025 der Schweizerischen Lungenstiftung und der Universität Bern.

Der Preis wird seit 2017 jährlich zu Ehren seines Initiators und Förderers, Prof. Ewald R. Weibel, verliehen und würdigt herausragende Forschungsleistungen im Bereich der Lungen- und Atmungsforschung in der Schweiz. Im Jahr 2025 steht die seltene Erkrankung der primären ciliären Dyskinesie (PCD) im Mittelpunkt: PD Dr. Myrofora Goutaki erweitert mit ihrer Forschung das epidemiologische Wissen über PCD, während PD Dr. Loretta Müller mit ihren Arbeiten die Diagnostik dieser Krankheit entscheidend voranbringt.

Die Preisverleihung fand am Dienstag, 11. November 25 im Ewald-Weibel-Hörsaal des Instituts für Anatomie statt. Den feierlichen Rahmen bilden Vorträge der beiden Preisträgerinnen.

Young Investigator Grant 2025

Die SPOG vergibt alle zwei Jahre einen Grant an junge Forschende in ihren Mitgliedskliniken für direkt patientenbezogene Studien in der pädiatrischen Onkologie. In diesem Jahr wurde ein Projekt von einem Mitarbeitenden der Kinderklinik Bern ausgezeichnet:


Dr.med. Dr.sc.n Uli Herrmann, Fellow am Inselspital Bern, forscht zu bösartigen kindlichen Nierentumoren. Sein Projekt «In depth spatial characterization of the tumor microenvironment of Wilms tumor» wird detailliert die Interaktionen der Tumorzellen mit ihrer Umgebung analysieren.

Preis für SwissPedNet NextGen Instagram Session

Am Jahreskongress von pädiatrie schweiz 2025 wurden erneut junge Forschende im Rahmen des Translational & Clinical Research Awards von SwissPedNet ausgezeichnet. Der Preis wird von pädiatrie schweiz unterstützt und würdigt innovative Projekte aus der pädiatrischen Forschung.

Jakica Cavar aus der Kinderklinik wurde ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis im Rahmen der SwissPedNet NextGen Instagram Session für ihr Forschungsprojekt zur Identifikation und Überwachung von Krebsprädispositionen in Europa („Survey on Cancer Predisposition Identification & Observation Practice in Europe – SCOPE“).