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Thermische Verletzungen
gehören mit zu den schwerwiegenden häuslichen Unfällen im Kindesalter. Eine Tasse Tee kann bei einem Kleinkind eine Hautfläche von 30% der Körperoberfläche verbrühen. Die Verletzung ist je nach Temperatur und Kontaktzeit unterschiedlich in der Tiefenausdehnung. Durch neue Materialien wie silikonisierte Wundauflagen oder einen künstlichen Hautersatz ist häufig keine Operation zur Deckung notwendig. Die Versorgung sollte durch Spezialisten erfolgen mit der Option auf alle möglichen Verfahren. Kinder, deren Körperoberfläche grossflächig verletzt ist, werden ggf. nach der Erstversorgung durch uns ins Schwerbrandverletzten-Zentrum im Kinderspital Zürich verlegt.
Nävus
Pigmentflecken können störend oder von der Ausdehnung und Behaarung so sein, dass eine operative Entfernung angezeigt ist. Manchmal ist eine vollständige Entfernung nicht direkt möglich und es müssen mehrere Operationen oder eine Vordehnung der Haut mit Gewebeexpandern erfolgen.
Hämangiome
Hämangiome sind nach der Geburt noch nicht sichtbar und entwickeln sich in den ersten Lebenswochen. Aus einem stecknadelkopfgrossem Hämangiom kann sich ein rasch wachsendes wulstiges Blutschwämmchen bilden. Die Hämangiome wachsen besonders in den ersten 18 Lebensmonaten und bilden sich bis zum 5. Lebensjahr teilweise zurück. Ein früher Behandlungsbeginn kann das Wachstum stoppen, insbesondere im Gesicht und an den Händen ist dies wichtig.
Während zur Behandlung der Hämangiome früher Operationen, Kryotherapie und Laserbehandlung Standard waren, hat sich in den letzten Jahren die medikamentöse Therapie mit Propanolol durchgesetzt. Propanolol, eigentlich ein altbekanntes und gut verträgliches Herzmedikament, hemmt den Gefässwachstumsfaktor und führt damit zur Rückbildung der Hämangiome.

