Alles über langwirksame monoklonale Antikörper gegen RSV erfahren
Beyfortus®, der Handelsname von Nirsevimab, und Enflonsia®, der Handelsnahme von Clesrovimab, sind beides sehr wirksame Medikamente um eine schwere RSV-Bronchiolitis bei Säuglingen und Kleinkindern zu verhindern. Bemerkenswert ist, dass diese monoklonalen Antikörper Säuglinge und Kleinkinder nach einer einmaligen Gabe für mindestens fünf Monate vor schweren Infektionen schützen. Sie reduzieren das Risiko, dass Säuglinge mit RSV ins Krankenhaus eingeliefert werden, um 80 Prozent. Die Medikamente, die ab Oktober während der Herbst- und Wintermonate angeboten werden, sind sicher und unerwünschte Nebenwirkungen sind selten und meist mild.
Was sind Beyfortus® und Enflonsia® ?
Beyfortus® (Nirsevimab) und Enflonsia® (Clesrovimab) sind Medikamente, die Antikörper enthalten (kein aktiver Impfstoff), welche schwere RSV-Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern verhindern. Antikörper spielen eine wichtige Rolle, indem sie den Körper bei der Bekämpfung von Infektionen unterstützen. Diese Antikörper bieten fast unmittelbar nach ihrer Verabreichung Schutz vor RSV und dieser Schutz hält mindestens 5 Monate lang an.
Sind Beyfortus® und Enflonsia® wirksam?
Beyfortus® und Enflonsia® sind hochwirksame Medikamente. Beyfortus® ist in der Schweiz seit Herbst 2024 verfügbar, Enflonsia® seit Herbst 2026. Beyfortus® und Enflonsia® reduzieren das Risiko, dass Säuglinge mit RSV ins Krankenhaus eingeliefert werden, um 80 Prozent. Für das bereits länger verfügbare Beyfortus® wurde zudem gezeigt, dass es das Risiko einer Aufnahme auf eine Intensivstation um 90 Prozent senkt. Eine Dosis Beyfortus® oder Enflonsia® bietet mindestens fünf Monate lang Schutz, so dass die am stärksten gefährdeten Säuglinge und Kleinkinder während der gesamten RSV-Saison geschützt werden können.
Sind Beyfortus® und Enflonsia® sicher?
Beyfortus® (Dezember 2023) und Enflonsia® (Januar 2026) wurden von Swissmedic, dem Schweizerischen Heilmittelinstitut, als sicher und wirksam eingestuft. Ihre Anwendung ist in der Schweiz zugelassen.
Nebenwirkungen von Beyfortus® und Enflonsia® sind selten. Bei den meisten Säuglingen treten keine Nebenwirkungen auf. Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen sind Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Verabreichungsstelle, ähnlich wie bei Impfstoffen. Andere milde Nebenwirkungen sind Fieber und Hautausschlag. Diese Reaktionen sind fast immer leicht und vorübergehend. Wie bei allen Medikamenten können sehr seltene Nebenwirkungen, wie z. B. schwere allergische Reaktionen, auftreten. Wenn dies geschieht, sind Gesundheitsfachpersonen darauf vorbereitet, schnell die erforderliche Behandlung einzuleiten.
Wie werden langwirksame monoklonale Antikörper gegen RSV verabreicht und können sie zusammen mit Impfstoffen verabreicht werden?
Beyfortus® und Enflonsia® werden auf die gleiche Weise verabreicht wie die meisten Impfstoffe. Es handelt sich um eine Spritze in den Muskel, die bei Säuglingen üblicherweise in den Oberschenkel erfolgt. Bei älteren Kindern in der 2. Wintersaison sind zwei Spritzen notwendig (nur Beyfortus® zugelassen). Die Kinderärztin wird Sie über die Bedürfnisse Ihres Kindes informieren. Beyfortus® und Enflonsia® können gleichzeitig mit den in der frühen Kindheit routinemässig verabreichten Impfungen verabreicht werden.
Wer sollte nicht langwirksame monoklonale Antikörper gegen RSV erhalten?
Säuglinge, die zwischen Oktober und März geboren werden und deren Mutter den aktiven RSV-Impfstoff Abrysvo® in Schwangerschaftswoche 32-36 erhalten haben, sind bereits gleichwertig geschützt und benötigen Beyfortus® und Enflonsia® nicht. In Ausnahmefällen entscheidet das Ärzteteam über die zusätzliche Gabe eines langwirksamen monoklonalen Antikörpers.
Suchen Sie weitere Informationen oder haben Sie Fragen?
Sie können die Kinderärztin Ihres Kindes um weitere Informationen bitten.

